Nanu, was ist das denn? Bei einem der letzten Besuche im Kölner Zoo war ich mit meinem Vater zusammen auf Fotopirsch und im Tropenhaus entdeckten wir in einer Astgabel ein Pärchen der Goldbrusttaube (Gallicolumba rufigula). Man muss dazu wissen, im Tropenhaus des Kölner Zoos können sich die Tiere frei bewegen. Keine Glasscheibe, kein Gitter dazwischen. Davon ließ sich dieses Goldbrusttaubenpärchen aber nicht wirklich in Angst versetzen. Während mein Vater und ich versuchten ein gutes Bild hinzukriegen (das tropische Klima im, nun ja, Tropenhaus lässt dauernd die Linse beschlagen, extra Tücher dagegen waren nur eine kleine Hilfe hatte ich das Gefühl), paarten sich die beiden in aller Ruhe. Dieses schöne Bild hier gelang schließlich meinem Vater (besten Dank an Robert Reiss, dass er mir erneut Bildmaterial zur Nutzung auf Pirats Bestiarium zur Verfügung gestellt hat!).

Eine kleine Nachrecherche ergab, dass die Goldbrusttauben im Kölner Zoo erst im September erfolgreich gebrütet hatten. Und jetzt ist schon wieder Zeit zur Paarung. Tatsächlich haben diese Tiere einen relativ schnellen Brutzyklus: Die Brutdauer liegt bei 19 Tagen, nach etwa der selben Zeit sind die Jungvögel flügge. Dafür umfasst eine Brut üblicherweise nur ein Ei. Die Heimat der Goldbrusttauben liegt übrigens im Westen und Süden Neuguineas mit zum Teil vorgelagerten Inseln. Im Gegensatz zu nicht wenigen anderen Arten in der Region gilt sie noch nicht als gefährdet.

Bild: Robert Reiss. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank!