Das schöne Wetter und erste Lockerungen der Pandemiemaßnahmen erlaubten einen neuen Besuch im Kölner Zoo. Der Andrang war aufgrund von Beschränkungen nicht so groß wie sonst und so konnte man etwas mehr in Ruhe die Tiere bei ihrem Verhalten beobachten. So auch dieses Greyzebra (Equus grevyi), das sich mit sichtlicher Freude bei Sonnenschein im Staub wälzte. Um das anschaulicher zu machen, habe ich hier einen besonderen Schnappschuss zusammengestellt: Vier schnell hintereinander geschossene Bilder in einem vereint. Die Nummern verweisen auf die zeitliche Reihenfolge. Solche Staubbäder dienen direkt dem Wohlbefinden der Tiere, da sie der Fell-und Hautpflege dienen. Unter anderem kann man so lästige oberflächliche Parasiten loswerden an Stellen, an denen man sich nicht kratzen kann. Auch alte Haare und Hautschuppen werden dabei abgescheuert.

Im Kölner Zoo sind derzeit zwei Grevyzebra-Hengste – zwei halbstarke Junggesellen, die noch nicht in die eigentlichen Aufzuchtgruppen des internationalen Zuchtprogramms können. Wie in der freien Natur sind die jungen Hengste hier eine Weile für sich, bevor sie sich in den Wettstreit um die Stuten stürzen können. Das Nachzuchtprogramm gehört zu den inzwischen fast schon verzweifelten Versuchen, diese Art zu retten, von der es in freier Wildbahn vermutlich kaum noch 2000 Exemplare gibt, die meisten davon in Kenia.