Bei diesem stattlichen Seeräuber handelt es sich um eine Mittelmeer-Muräne (Muraena helena), die aus ihrem Versteck zwischen Felsen heraus ihre Umgebung…nun, nicht unbedingt im Auge behält. Obwohl die Augen sehr markant auffallen, weit vorne über dem Maul gelegen, sehen Mittelmeer-Muränen sehr schlecht. Sie verlassen sich lieber auf ihren extrem guten Geruchssinn und die Sinnesporen des Seitenlinienorgans (gut rund um das Maul zu erkennen). Mittelmeer-Muränen gehören in ihrem Lebensraum tatsächlich zu den Top-Predatoren.

Dessen ungeachtet sind sie meistens relativ ruhig und eigentlich nur bei deutlicher Störung aggressiv. Das weite Aufreißen des Mauls ist entgegen weit verbreiteter Meinung jedoch keine Drohgebärde, sondern dient dem bessere Durchfluss des Atemwassers zu den Kiemen (deren Ausgangsöffnung ist auch hier gut zu sehen). Auch besitzen die Tiere keinen giftigen Biss – allerdings befinden sich in ihrem Speichel viele Bakterien, die nicht unbedingt gesund sind. Dieses schöne Exemplar posierte im Düsseldorfer Aqua-Zoo für meine Kamera.