Ein jüngster Besuch im Aquarium des Kölner Zoos brachte einige neue Schnappschüsse. Darunter von einem jüngst dort eingezogenen Bewohner: Dem Menarambo-Buntbarsch (Paretroplus menarambo). Auch wenn die stete Bewegung des Tieres ein völlig scharfes Bild etwas schwierig machte, so sieht man doch sehr gut die dezente, aber schöne Zeichnung dieses Fisches, der eine Größe von bis zu 25 cm erreicht.

Wissenschaftlich beschrieben wurde der Menarambo-Buntbarsch erst 1996 aus dem Nordwesten Madagaskars. Doch es geht ihm wie vielen heutzutage neu beschriebenen Arten: Kaum bekannt, muss man schon erkennen, dass sie stark bedroht sind. Der Menarambo-Buntbarsch galt schon kurz nach seiner Erstbeschreibung als in freier Wildbahn ausgestorben. Erst 2011 wurde eine überlebende Restpopulation wiederentdeckt, die aber weiterhin durch Lebensraumzerstörung, Konkurrenz durch eingeschleppte andere Arten und Überfischung bedroht ist. Um die Art vor dem Aussterben zu bewahren wurde auch hier ein Zuchtprogramm ins Leben gerufen, an dem nun auch der Kölner Zoo teilnimmt. Man kann diesem Vorhaben wohl nur viel Erfolg wünschen.