Beginnen wir das Jahr mit einem sommerlichen, schon etwas älterem Bild: Ein Männchen der Blutroten Heidelibelle (Sympetrum sanguineum), das ich am 11. August 2013 in einem Garten im Kölner Norden ablichten konnte. Das Tier tankte auf der Rückenlehne einer Gartenbank Sonnenwärme und hielt erfreulicherweise fast 10 Minuten lang still, wodurch mir einige Bilder gelangen. Auf diesem sieht man die Farbdetails besonders schön.

Blutrote Heidelibellen schweifen gerne in einem gewissen Umkreis um ihr Fortpflanzungsgewässer umher, so auch dieses Männchen. Wahrscheinlich stammte es von der nahe gelegenen Kiesgrube, die inzwischen ein Naturschutzgebiet ist. Der dortige See ist durch nahe Landwirtschaft sehr nährstoffreich, hat häufiger Algenblüten, eine gewisse Ufervegetation und auch viele Ufer-und Seitenbereiche, die gerne zeitweise trocken fallen. Dies trifft sehr gut die Literaturangaben zu Fortpflanzungsgewässern der diesbezüglich durchaus sehr flexiblen Blutroten Heidelibelle. Da sie eine große Bandbreite an Lebensräumen annimmt, darunter eben auch solche stark vom Menschen beeinflussten Gewässer und ihre Randzonen, ist diese Art auch heute glücklicherweise noch nicht als gefährdet einzustufen.