Dem Laien ist Alauda arvensis besser als Feldlerche bekannt, die übrigens zum „Vogel des Jahres 2019“ gekürt wurde. Über diesen Jungvogel, vermutlich etwa anderthalb Wochen halt und damit in der Phase, in der die Jungen das Bodennest auf eigene Faust verlassen, aber noch nicht flügge sind, bin ich nahe Nettersheim in der Eifel gestoßen. Eigentlich wollte ich dort mit meinem Sohn auf dem sogenannten Fossilienacker Fossilien aus dem Devon suchen. Dabei fiel mir dann zwischen dem niedrigen Pflanzenbewuchs gerade noch rechtzeitig, bevor ich drauf trat die kleine Feldlerche auf. Sie war ziemlich verschreckt, stellte sich erst tot und nachdem ich einige Fotos schießen konnte, huschte sie flink weiter in etwas höhere Vegetation. Die erwachsene Feldlerche, die ich immer wieder über dem Acker singend aufsteigen sah, war vermutlich der Papa von dem Jungen. Nur wenige Meter weiter war ein Rapsfeld, vermutlich war das ursprüngliche Nest dort. Feldlerchen sind relativ häufige Bodenbrüter, geraten aber durch ihr Nisten in Feldern immer wieder mit unserer Landwirtschaft in Konflikt. Ich hoffe jedenfalls, dass dieses Feldlerchenjunges den Rest der Aufzuchtzeit auch noch gut übersteht und danach ein langes, glückliches Feldlerchenleben hat. Und hoffentlich den Schreck mir begegnet zu sein bald wieder vergisst.