Och wie putzig! Der Eurasische Fischotter (Lutra lutra) erscheint vielen Zoobesuchern heutzutage als eher niedliches Tier. Gerade auch wegen Posen wie dieser, die ich im Kölner Zoo ablichten konnte. Das Tier nutzt seinen kräftigen Schwanz als Widerlager, um sich auf stabil auf die Hinterbeine zu erheben und so einen besseren Ausblick zu haben. Süß, oder? Nun ja. Auch mit diesem Raubtier unserer Breiten hatten die Menschen über Jahrhunderte ihre Probleme. Dem Fischotter warf man vor, Lämmer zu ertränken und überhaupt futterte er den Menschen ja bestimmt die Fische weg. Ein Schädling halt und es galt als nützlich ihn zu jagen. Als die Art 1968 auch in Deutschland unter Schutz gestellt wurde, war der Fischotter hierzulande fast ausgerottet. Seitdem haben sich die Bestände nur regional wieder erholt. Lebensraumzerstörung bleibt weiterhin eine Gefährdung. Für die meisten ist der Fischotter heute vor allem niedlich. So kann sich die Perspektive wandeln. Die Koexistenz bleibt trotzdem nicht einfach. Foto: Pirat.